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Sternenmutti
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Betreff des Beitrags: Mein Sohn ist gestorben Verfasst: Mo 11. Jan 2010, 15:03 |
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Registriert: Mo 11. Jan 2010, 13:17 Beiträge: 1
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Hallo,
Ich schreibe diese Zeilen in der Hoffnung, eventuell andere verwaiste Mamas hier bei Euch zu finden die mich verstehen können.
Mein kleiner Engel Leon lag am 19.März 2009 schreiend mit Fieber in seinem kleinen Bettchen. Meine Mama meinte das wir lieber gleich mit ihm zum Arzt fahren sollten um uns Fieberzäpfchen verschreiben zu lassen. Ich packte meinen Schatz also warm ein und wir machten uns auf den Weg. Bei der Untersuchung stellte der Arzt fest, dass Leon wohl einen leichten Infekt hat. Sein Rachenraum war leicht gerötet und auch etwas verschleimt. Ich bekam von ihm ein Rezept für Fieberzäpfchen und wir führen dann wieder heim.
Die Fieberzäpfchen schlugen bei Leon auch sofort an und das Fieber ging runter. Nachdem er seine Babymilch bekommen hatte legte ich ihn dann auch hin und er schlief sofort mit seinem Schnuller im Mund ein. Zu der Zeit war ich froh das alles wieder in Ordnung schien.
Als ich nach einer Stunde nach meinem Sohn sah, um ihn frisch zu wickeln, hatte er am Bauch dunkelrote Flecken. Es sah aus als würde sich Blut unter der Haut ansammeln. Ich schnappte mein Kind und mein Papa brachte uns sofort in die Kinderklinik. Ich wußte zu dem Zeitpunkt nicht was los war, aber ich hatte schreckliche Angst um meinen Engel. Als wir in der Notaufnahme ankamen lief ich sofort zur ersten Schwester die ich gesehen habe und zeigte Ihr die Flecken auf dem Bauch meines Kindes.Sie nahm mir Leon sofort ab und rannte mit ihm zur Intensivstation. Alles ging plötzlich so schnell. Ärzte rannten an mir vorbei und mein Papa drückte mich fest in seine Arme. Ich wollte mit zu meinem Kind, bei ihm sein, doch die Schwestern ließen mich nicht zu ihm. Eine Schwester sagte mir das mein Leon wohl eine Hirnahutentzündung hat und in Lebensgefahr schwebt. Sie müssen ihn sofort behandelt oder erstirbt. Mein kleiner Schatz sollte sterben? Ich war erst wie versteinert und mein Papa drückte mich immer stärker. Ich sah zu ihm hoch und er hatte Tränen in den Augen. Ich habe bis dahin noch niegesehen das mein Papa geweint hat und da wurde mir erst bewußt, dass hier gerade etwas ganz schlimmes passiert. Ich brach vor der Intensivstation schreiend und mit weinkrämpfen zusammen. Alles was in meinem Leben bis dahin einen Sinn hatte brach plötzlich zusammen.
Wir warteten vor der verschlossenen Tür, hinter der mein kleiner Sohn gerade um sein Leben kämpfte. Meine Mama war nun auch da und ich konnte nicht mit dem Weinen aufhören. Ich hatte Angst, konnte nicht glauben was gerade passiert, ich betete und hoffte das es nicht war ist. Mein Papa fragte immer wieder die Schwestern was mit Leon ist, doch man sagte ihm nur das sein Zustang kritisch sei, doch die Ärzte alles in ihrer Macht stehende unternehmen.
Ich weiß nicht mehr wie lange wir warteten, aber es war für mich wie eine Ewigkeit. Mein Papa kam und sagte uns, dass der Arzt mit uns reden muss. Meine Mama drückte mich fest in ihre Arme und wir gingen sofort zu ihm. Der Arzt wartete vor dem Zimmer in das sie Leon gebracht hatten. "Frau Meyer, wir haben alles versucht!" Ich verstand nicht was er mir sagen wollte. "Wir reanimieren ihr Kind seit über einer Stunde, aber ohne Erfolg." Reanimieren? Sollte das heißen das mein Engel stirbt? Meine Eltern drückten mich wieder ganz fest und ich fing wiederan zu schreien: "Nein, mein Leon kann nicht sterben!"
Der Arzt brachte uns ins Zimmer. Mein Engel lag da, ganz aufgeschwollen, überall blau und an viele Schläuche angeschlossen. Ein anderer Arztsaugte Blut aus der Nase. Ich ging zu meinem Liebling, streichelte ihm über sein kleines Köpfchen und weinte. Wenn ich ihn sonst über sein Köpfchen streichelte lächelte er, auch im Schlaf. Nun reagierte er nicht mehr. Ich hörte wie der Arzt meinen Eltern erklärte, dass ich als Mutter die Einwilligung zur Einstellung der Reanimation geben muß. Ich sah zu meinen Eltern, beide blickten auf den Boden. Mein Papa kam zu mir, drückte mich und sagte: "Leon quält sich nur noch, wir können nur noch eines für ihn tun, ihn erlösen." Mein Schatz lag da, eigentlich ganz friedlich. Ich gab ihm einen Kuss und nickte. Der Arzt fragte nochmal ob die Reanimation eingestellt werden soll und ich sagte ja.
Mein Engel war tot, nichts kann ihn mir wieder bringen. Mein Papa drückte mich ganz arg und brachte mich aus dem Raum. Eine Schwester fragte mich, ob ich meinen Sohn nochmal in den Arm nehmen will. Kurz darauf brachte sie mir mein Kind, eingehüllt in ein weißes Tuch. Nur sein kleines Gesicht schaute heraus. Ich hielt ihn im Arm, küsste ihn, weinte und sagte ihm wie lieb ich ihn habe. Er darf mich nicht alleine lassen!
Nun ist mein geliebter Engel nur noch in meinem Herzen bei mir. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich habe für ihn gelebt. Wie soll es nun weiter gehen. Ich sitze jeden Abend mit einem Bild da und spreche mit ihm. Warum musste mein Engel so früh sterben?
Ich bin froh das ich mir das alles hier von der Seele schreiben darf und hoffe das andere verwaiste Mamas mir einen Tipp geben können, wie man das überstehen kann.
LG Tanja mit Leon im Herzen
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Björn
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Sohn ist gestorben Verfasst: Mo 18. Jan 2010, 14:49 |
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Registriert: Mo 11. Jan 2010, 18:10 Beiträge: 4
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"Dein Beitrag ist so traurig, man kann Deinen Schmerz förmlich spühren"
Hallo liebe Tanja,
mein aufrichtiges Mitgefühl möchte ich Dir, in dieser für Dich schweren Zeit, zukommen lassen. Der viel zu frühe Tod deines kleinen Engel Leon ist ein schwerer Schlag. Es ist verständlich, dass Du nach solch einer schlimmen Erfahrung erst einmal Zeit brauchst, Dich selbst wieder zufinden.
Meningitis, die akute Entzündung der Hirnhäute, ist in Deutschland eine sehr seltene Infektion, die jedoch gerade bei Säuglignen sehr gefährlich ist. Die Anzeichen hierfür sind nicht immer sofort klar erkennbar, jedoch ist ein rasches handeln nötig. Ich weiß das Du und Deine Familie alles nur erdenkliche unternommen hast um Leon zu retten, doch manchmal liegt es einfach außerhalb unserer Macht.
Ich freue mich für Dich, dass Du Eltern hast die ganz mit ihrer Liebe fest zu Dir stehen. Gemeinsam ist es leichter Trost in der Trauer zu finden. Wenn Du darüber hinaus jemanden zum Reden suchst, dann kannst Du mir gerne eine private Nachricht (PM) hier über das Forum schicken.
Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen weiteren Weg und das die liebevolle Erinnerung an deinen kleinen Engel Leon stehts ein helles Licht in Deinem Herzen ist.
Alles Liebe Björnchen
"Eine liebevolle Erinnerung ist wie ein kleiner leuchtender Stern, den wir in unserem Herzen tragen. Wir können aus diesem wundervollen Licht in schweren Zeiten Trost schöpfen, da es das Dunkel unserer Trauer erleuchtet. Wer die Erinnerung bewahrt und für die Ewigkeit erhält, der schenkt einem Stern ewiges Leben und berichtet von dessen einzigartiger Existenz."
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Marga
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Sohn ist gestorben Verfasst: Mo 18. Jan 2010, 14:54 |
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Registriert: Mo 18. Jan 2010, 14:50 Beiträge: 1
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hi tanja,
deine geschichte ist so schlimm das es mir die tränen in die augen treibt. das eigene kind zu verlieren ist sicherlich das schrecklichste was einer mutter passieren kann. ich habe meinen ersten mann verloren und das war für mich sehr schlimm. aber was du durchmachen mußtest und noch immer durchleidest muß grauenvoll sein.
ich hoffe das du die kraft finden kannst um das alles durchstehen zu können.
alles alles liebe marga
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Mellchen82
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Sohn ist gestorben Verfasst: So 25. Jul 2010, 11:55 |
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Registriert: So 25. Jul 2010, 11:43 Beiträge: 1
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Liebe tanja, ich bin durch zufall auf deine traurige Geschichte gestossen. Mein Beileid Auch wenn jetzt schon Monate vergangen sind, es wird einen nie mehr loslassen, dieser Schmerz um den Verlust seines geliebten Kindes. Mein Sohn starb am 29.12.2008 in der 23.SSW... ich gebe mir so sehr die Schuld das ich was falsch gemacht habe, das ich ihn nicht richtig beschützt habe..doch man konnte nur hilflos zusehen. Hoffe sehr das du liebe und verständnissvolle Menschen um dich hast die dir immer den Rücken stärken wenn du wieder traurig bist, die dir halt geben und dir zuhören. Lg Melanie
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